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Streit um neue Chardonnay-Flächen im Burgund


(08.08.2009) -  

Zwischen den verschiedenen Weinbauorganisationen im Burgund ist den letzten Wochen ein heftiger Streit entbrannt. Anlass war die Initiative des Bureau Interprofessionnel des Vins de Bourgogne (BIVB), dem Beaujolais für eine Fläche von etwa 200 ha Pflanzrechte für Chardonnay unter der generischen Appellation Bourgogne einzuräumen. Mit dieser Maßnahme wollte man den ständig wachsenden Bedarf von Weißweintrauben für die Produktion von Crémant de Bourgogne befriedigen und das Entstehen einer für die Abfüller gefährlichen Preisspirale nach oben verhindern. Diesmal hatte das BIVB jedoch die Rechnung ohne die Winzer gemacht, die sich bereits auf steigende Traubenpreis gefreut hatten und so heftig gegen das Vorhaben protestierten, dass das BIVB sogar geplante Jubiläumsfeierlichkeiten kurzfristig absagen musste. Nachdem bereits in der Champagne kürzlich die Grenzen der Appellation weiter gesteckt werden mussten, zeigt der Vorfall, dass Frankreichs Schaumweinindustrie offenbar trotz der Krise immer noch den Wind in den Segeln hat.


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