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Verkoster besser als ihr Ruf


(19.10.2013) -  

Eigentlich wollte man bei VineSleuth - die kalifornische Firma versteht sich als Dienstleister der Weinbranche und hat die Verkostungsapp Wine4.me entwickelt - eine Software zur besseren Vorhersage von Verbraucher-Präferenzen entwickeln, aber im Laufe der Arbeiten sah man sich dann aber veranlasst, die Zuverlässigkeit der eigenen Verkoster und Verkostungsmethoden zu überprüfen. Vor allem die Fähigkeit professioneller Verkoster, Aromen wiederzuerkennen und konsistente Bewertungen abzugeben, war in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder in Frage gestellt worden.


Weinverkoster bei der Arbeit. Wie zuverlässig sind sie in ihren Bewertungen und Weinbeschreibungen?. (Foto: E. Supp)

Im Verlauf ihrer Arbeiten stellten die Kalifornier dann fest, dass "Experten die Fähigkeit haben, Weincharaktere in wiederholten Blindtest präzise zu identifizieren." Die eigenen Verkoster, so VineSleuth, hätten organoleptische Eigenschaften bestimmter Weinmuster zu 90 % wiederholt identisch beschrieben. Ziel der Firma ist es, Methoden zu entwickeln, die gleichmäßige und reproduzierbare, d. h. in gewissem Sinne "objektive" Beschreibungen und Bewertungen auch für verschiedene Verkoster, die unabhängig voneinander arbeiten, zu entwickeln. Wenn das man keine Ehrenrettung der viel gescholtenen Gilde der Weinkritiker ist ...

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