Stichwort: Italien

Zwischen den Welten - Südtirol

Unsere Topweine

Zwischen den Welten ... so muss man die Position des Südtiroler Weinbaus wohl beschreiben. Und das nicht nur, weil uns vor kurzem eine Südtiroler PR-Agentur am Telefon beschied: " .... ja, wir vertreten auch Weinkellereien in Südtirol und in Italien ... (Kunstpause) ... Ähhh, im restlichen Italien." Tatsache ist, dass Südtirol zu Italien UND zum deutschen Sprachraum gehört, dass es Weißweine erzeugt, die deutlich mehr denen nördlich der Alpen ähneln, und Rote, deren Ursprung man auch im "restlichen" Italien vermuten würde.

Verkostungsreport - Eckhard Supp - 23.12.2015 - 0 Kommentare

Barolo venerabilis

von Eckhard Supp - Geplant hatte ich diese "Verkostung" schon länger, nur leider war sie nie zustande gekommen. Und so lud ich schließlich einfach ein paar Freunde zu mir nach Hause ein und öffnete mit ihnen zusammen einen Teil der Barolos aus den 1980er Jahren, die noch in meinem Keller schlummerten. Und sie waren großartig! Fast alle noch in Form, obwohl der eine oder andere seinen Höhepunkt schon überschritten hatte, und manche der Flaschen wirkten, als hätten sie ruhig auch noch einmal 10 oder 20 Jahre reifen können.

Blogeintrag - Eckhard Supp - 19.01.2014 - 0 Kommentare

Trinken Sie eigentlich Ätna? - Tasca d'Almerita in Hamburg

von Eckhard Supp - "Haben Sie schon mal einen Wein vom Ätna getrunken?" Die Frage, die "Master of Wine" Caro Maurer als Moderatorin des Abends den Gästen des Hamburger "I Vigneri" stellte - hervorragende sizilianische Küche vom japanischen Chefkoch -, war wirklich nicht rhetorisch gemeint, aber ihre Antwort hätte man dennoch vorhersagen können: Natürlich nicht, und wahrscheinlich wussten nicht mal mehr als eine Handvoll Anwesende, dass am Ätna überhaupt Wein erzeugt wird, noch weniger, dass der Name dieses heißen Ofens sogar für ein eigenständiges Anbaugebiet steht. Und eigentlich standen ja auch gar keine Weine vom Ätna im Mittelpunkt des Abends - eine Ausnahme gab es -, sondern die des zentralsizilianischen Weinguts der Conti Tasca d'Almerita, auch unter dem Namen Regaleali bekannt.


Weinbau am Ätna. Hier erzeugen die Conti Tasca einen reinsortigen Nerello Mascalese namens Tascante. (Foto: Firmenfoto)

Blogeintrag - Eckhard Supp - 02.12.2013 - 0 Kommentare

Syrah: Die eierlegende Wollmilchsau

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Um es gleich von vornherein klarzustellen: Nein, dies war keine "unparteiische" Probe, wie es ein Kommentatur auf Facebook formulierte. Es war keine Probe, deren Thema wir ausgeschrieben und zur der wir alle, die "reinpassten", eingeladen hätten. Viel eher war es eine jener Präsentationen einzelner Weinhändler, Erzeugers oder Regionen, wie wir sie jahraus, jahrein dutzend- oder hundertfach erleben. Mit einer Besonderheit allerdings ... Aber fangen wir von vorne an!

Weinhighlights - Eckhard Supp - 15.11.2013 - 0 Kommentare

Gorgona - Toskanischer Wein "aus dem Knast"

von Eckhard Supp - Was, bitte schön, ist denn eine "Strafvollzugsinsel"? Das war die erste Frage, die ich mir stellte, als mir kürzlich eine Pressemitteilung der deutschen Agentur von Italiens Traditionskellerei Marchesi de'Frescobaldi "ins Haus flatterte". Von der Strafvollzugsanstalt Gorgona war da die Rede, und von einem Wein der dort gekeltert werde. Natürlich machte mich das neugierig - endlich mal eine Pressemitteilung, hinter der eine echte Story zu stecken schien und nicht nur vollmundiges PR-Geplärre. Die zweite Frage war dann, wie ich an ein Verkostungsmuster des Weins kommen konnte. Aber gehen wir der Reihe nach vor


Auf der "Sträflingsinsel" Gorgona vor der toskanischen Küste erzeugen die Marchesi De'Frescobaldi jetzt einen hervorragenden Weißen - unter der Hülle versteckt sich das eigentliche Etikett (Fotos: Firmenfoto, E. Supp) 

Blogeintrag - Eckhard Supp - 19.09.2013 - 0 Kommentare

As time goes by (B/W)

Fotogalerien - Eckhard Supp - 02.09.2013 - 0 Kommentare

Wann wird's mal wieder richtig Winter?

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Weinhighlights - enoworldwine - 02.08.2013 - 0 Kommentare

Krieg der Winzer in Montalcino

Montalcino kommt nicht zur Ruhe. Nach den Auseinandersetzungen um die "reine Wahrheit" im Brunello-Wein, sprich, um die Reinsortigkeit des berühmten toskanischen Roten, kam es in der Folge des Anschlags auf die Weine eines der berühmtesten Winzer, Gianfranco Soldera von Case Basse, zu heftigen Auseinandersetzungen, die wohl in Kürze vor Gericht ausgetragen werden. Dem Anschlag waren mehrere Jahrgänge der teuren Weine Solderas zum Opfer gefallen, als ein rachsüchtiger ehemaliger Angestellter des Betriebs dort einbrach und die Hähne an fast allen Fässer öffnete: Der Wein floss in die Kanalisation.

Montalcino, Brunello-Weinberge (Foto: E. Supp)
Blick von Montalcino über die Weinberge am Nordhang der Gemeinde und die Crete Senesi. Beruhigende Wirkung auf die Gemüter der Erzeuger haben die regelmäßigen Nebel im Tal wohl nicht. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 14.06.2013 - 0 Kommentare

Antonini: Chianti-Classico-Produktion für die meisten unrentabel

Nicht nachhaltig und nicht rentabel, jedenfalls für die meisten Weinerzeuger, ist das Geschäftsmodell des Chianti Classsico, meint einer der bekanntesten Önologen der Region. Alberto Antonini, der bereits für Frescobaldi und Antinori arbeitete und neben der Beratung zahlreicher Weingüter auch das Gut seiner Familie, Poggiotondo in Cerreto Guidi bewirtschaftet, äußerte sich kürzlich gegenüber Decanter.com in diesem Sinne. Unmissverständlich stellte er klar, dass es seiner Meinung nach nur 15 oder 20 sehr gute Betriebe gebe, die die hohen Produktionskosten - verursacht u. a. durch die komplexen, anspruchsvollen Vorschriften des Disziplinars - auch wieder einspielen könnten.

Italien, Toskana, Fattoria di Felsina (Foto: E. Supp)
Nicht alle Weingüter der Toskana bringen die Klasse der Weine von Fattoria di Felsina im Süden des Chianti Classico zustande und haben deshalb mit den hohen Produktionskosten zu kämpfen. (Foto: E. Supp)

Newsartikel - Eckhard Supp - 14.06.2013 - 2 Kommentare

Skandal: Stammt Frankreichs Weinbau aus Italien?

Frankreichs Weinfreunde wären vielleicht schockiert, wüssten Sie, was Patrick McGovern, Anthropologe und Direktor des Biomolecular Archaeology Laboratory for Cuisine, Fermented Beverages, and Health der Penn-Universität in Philadelphia jüngst herausgefunden hat. McGovern, der bereits den Mythos zerstörte, Georgien sei die Wiege des Weltweinbaus (wir berichteten ...), untersuchte jetzt erstmals Amphoren aus dem südfranzösischen Lattes (Dept. Hérault), die aus einer Zeit von vor 2.500 Jahren stammen, als in diesem Gebiet Handel zwischen Etruskern und Galliern getrieben wurde.

Newsartikel - Eckhard Supp - 14.06.2013 - 0 Kommentare

Alles Sangiovese, oder was? Von wegen!

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Alles Sangiovese! Das ist, glaubt man der überwiegenden Mehrzahl der Weinkritiker, Winzer und Weinmacher die einzig seligmachende Devise für die Toskana, Italiens Renommierregion in Sachen Weinbau. Auf La Massa, einem der absoluten Top-Weingüter in Panzano, ist man in den letzten Jahren den entgegengesetzten Weg gegangen. Mit überragendem Erfolg, wie eine kleine Verkostung der jüngsten Jahrgänge bewies.

Weinhighlights - Eckhard Supp - 10.06.2013 - 0 Kommentare

My generation

Fotogalerien - Eckhard Supp - 24.05.2013 - 0 Kommentare

Piemont 2013

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Verkostungsreport - Eckhard Supp - 18.05.2013 - 0 Kommentare

Auch Italien mag keinen Wein mehr

Nicht nur in Frankreich, auch in Italien, der zweiten der großen Weinbaunationen Europas, wird immer weniger Wein getrunken. Während der Weinkonsum in der Welt mit etwa 244/245 Mio. hl seit einigen Jahren relativ stabil ist, sank er in Italien seit 2006 um 17,2 % von 27,3 auf nur noch 22,6 Mio. hl - wenig mehr als Deutschland mit seinen 20,0 Mio. hl im letzten Jahr trank. Beim Pro-Kopf-Verbrauch liegt das Land mit nur noch 37,4 l/Kopf und Jahr deutlich hinter Frankreich (46,8 l) und nähert sich mit Riesenschritten dem Niveau seiner Hassliebe Deutschland.

Newsartikel - Eckhard Supp - 22.04.2013 - 1 Kommentar

Toskana 2013

Unsere Topweine
 

Verkostungsreport - Eckhard Supp - 14.04.2013 - 0 Kommentare

Italien trauert um Franco Biondi Santi

von Eckhard Supp - Ich erinnere mich noch gut an unser erstes Treffen. Von Rom aus war ich - ohne Auto, das ich damals nicht besaß - mit dem Zug Richtung Siena gestartet, dann mit dem Bus bis ins Zentrum von Montalcino gefahren. 1986 war das. Und nun stand ich da, hatte keine Ahnung, wo diese Tenuta il Greppo war, von der ich schon so viel gehört hatte, und wie ich dorthin kommen sollte. Zum Glück hatte ich eine Telefonnummer, und der freundliche Herr, der meinen Anruf entgegennahm, erklärte sich auch sofort bereit, mich vor der kleinen Bar, in der ich gelandet war, abzuholen. Es war Greppo-Besitzer Franco Biondi Santi höchstpersönlich, dottor Franco, der wenig später mit einem klapprigen kleinen Fiat-Pickup vorfuhr und mich samt Koffer und Fototasche aufgabelte. Heute gegen 15 Uhr ist Franco Biondi-Santi im Alter von 91 Jahren verstorben.


Franco Biondi Santi 1986 mit Hunden im Garten seines Weinguts und die alten Rebstöcke, die den Mythos Brunello begründeten. (Fotos: E. Supp)

Blogeintrag - Eckhard Supp - 07.04.2013 - 0 Kommentare

Vines & wine - Italy

Fotogalerien - Eckhard Supp - 06.04.2013 - 0 Kommentare

Shades of grey

Fotogalerien - Eckhard Supp - 04.04.2013 - 0 Kommentare

Daniele Cernilli: Entorten wir uns!

von Daniele Cernilli (www.doctorwine.it) - Lasst uns doch mal so tun, als könnten wir die Zukunft der Weinwirtschaft in der Welt vorhersagen! So in der Art der Gramscischen Andeutungen über das Universum (Brevi cenni sull'universo), wobei wir, wenn wir der Logik und den Tendenzen der Weltwirtschaft folgen, vielleicht wirklich etwas erahnen können. Nur so aus Spaß ...

Blogeintrag - enoworldwine - 30.03.2013 - 0 Kommentare

Avanti popolo im Chianti Classico - Alles Revolution, oder was?

von Eckhard Supp - Der Saal tobte. Mühsam nur konnte sich ein Redner Gehör verschaffen. Ein, zwei Minuten ging das so, dann erklang von den hinteren Reihen lauter Gesang, in den schon nach wenigen Takten fast alle im Saal einstimmten: "Avanti popolo, alla riscossa, bandiera rossa ...". Es war die langersehnte Revolution, der Chianti Classico war in Aufruhr. Oder war die Phantasie mit mir durchgegangen? Nun, die mächtigen Chöre mit dem Schlachtlied der italienischen Linken hatte ich wirklich nur geträumt. Statt vor Kampfesröte zu erstrahlen, wirkten die Gesichter um mich herum eher gelangweilt. Aber ausschließlich eingebildet hatte ich mir das Ganze dennoch nicht.


Auch wenn die Toskana, vor allem die südliche mit Siena als ihrem wirtschaftlichen und spirituellen Zentrum, traditionell immer als Hochburg der Kommunisten galt - bei dem, was in diesen Tagen den Chianti Classico bewegt, von Revolution zu sprechen, wäre dann doch ziemlich verwegen. (Foto: E. Supp)

Blogeintrag - Eckhard Supp - 20.02.2013 - 0 Kommentare